„Wow, diese Energie war bis zu mir rüber spürbar!“, rief der Wirt laut von 5 Meter Entfernung, als wir gerade fertig gebetet hatten. Das geschah nicht etwa in einer Kirchenbank, sondern in einem ganz normalen Restaurant am späteren Abend unter der Woche. Wir hatten nach dem Üben im Bandkeller einfach noch Lust gehabt, zusammen ein wenig abzuspannen, Pizza zu essen und voneinander zu hören, wer gerade wo steht und was sonst noch so alles anliegt. Daraus ergab sich eine Situation, in der wir spontan für jemanden aus der Band beten wollten...

 

 

Wir fühlten uns in dieser Beiz gut aufgehoben, auch wenn wir schon merkten, dass der Wirt uns schon längere Zeit immer wieder beobachtete. Aber irgendwie war die Situation stimmig und so überlegten wir nicht lange, standen oder sassen kurzerhand um das Bandmitglied und legten ihm die Hände auf. Während des Gebetes kam irgendwann der Friede Gottes über uns. Gott war da, in der Beiz mitten unter uns und es fühlte sich so an, als wäre es das normalste auf der Welt, für Menschen zu beten, da wo man gerade ist.

 

 

Offensichtlich war Gottes Gegenwart nicht nur für uns, sondern auch für den Wirt spürbar, denn im Anschluss an das Gebet kam es zu einem längeren und intensiveren Gespräch mit ihm. Wir sprachen über Gott, Herausforderungen des Lebens, Berufung und vieles mehr aus dem Leben. Zufrieden und mit offenen Fragen verliessen wir an diesem Abend die Beiz. Was war da gerade geschehen? Gott hatte bei dieser Begegnung mit dem Wirt definitiv seine Hände im Spiel. Wir hatten einen Menschen des Friedens gefunden und uns war allen klar, dass Gott etwas an diesem Wirt am Tun war. Gott war wirklich am Werk.

In der Folge verbrachten wir noch ein paar Male nach der Bandprobe Zeit in dieser Beiz und erlebten Gottes Wirken am Wirt und an uns. Wir beteten für wichtige Anliegen des Wirtes, Gottes Kraft kam und veränderte sein, aber auch unser Leben. So habe ich zum Beispiel durch dieses Erlebnis noch besser verstanden, was Jüngerschaft für Jesus bedeutet, es entstanden Freundschaften und der Wirt hat selber eine Berufung für das Reich Gottes erhalten. Alles, weil wir Kirche ohne Mauern lebten und offen für das Wirken Gottes waren. Genial!