Sierra Leone – Freunde hel­fen Freunden

A com­mu­ni­ty of disci­ples who expe­ri­ence God love one ano­t­her and part­ner with Christ to heal the world

 

Unsere Vision und Mission

Als Vineyard Sierra Leone wol­len wir Jesus und sein Reich für Menschen sicht­bar und zugäng­lich machen. Dabei ver­ste­hen wir uns als eine Gemeinschaft von Jesusnachfolgern, die Gott erle­ben, ein­an­der lie­ben und als Partner von Jesus Heil und Heilung in ihr Umfeld tragen.

 

Unsere Mission ist die Gründung von Vineyard Kirchen, die sel­ber wie­der Kirchen grün­den. Jede Vineyard Kirche lebt dabei nicht für sich selbst, son­dern sucht das Wohl der Menschen in ihrem Umfeld. Als wich­ti­gen Schritt stre­ben wir dabei die Gründung einer Kirche in jedem der 12 Distrikte von Sierra Leone an. Diese Distrikt-Vineyards grün­den dann sel­ber wie­der Kirchen in ihrem Umfeld.

 

Fragen und Feedback

Möchtest du etwas detail­lier­ter wis­sen? Willst du die Vineyard Sierra Leone finan­zi­ell unter­stüt­zen? Möchtest du auf die nächs­te Reise nach Sierra Leone mitkommen?

Melde dich unge­niert bei: matt.stadler@vineyard-olten.ch

 

Konto

Das Auslandkonto von Vineyard Sierra Leone wird von Vineyard Olten ver­wal­tet. Bitte bei Überweisungen als Vermerk „Sierra Leone“ ange­ben und falls gewünscht kon­kre­ter Verwendungszweck.

Background und Infos

Entstehung der Vineyard Sierra Leone

Sierra Leone ist ein klei­nes Land im Westen Afrikas. Umgeben von Guinea und Liberia ist es reich an Geschichte. Als ers­ter Hafen, den frei­ge­las­se­ne Sklaven aus Amerika ange­steu­ert haben, erlang­ten sie hier ihre Freiheit und gaben damit der Hauptstadt auch den Namen: Freetown. Und bis heu­te prägt die­se Kultur der Freigelassenen — Kriol — das Leben des Landes. Obwohl reich an Bodenschätzen wie Gold, Diamanten und für die Elektronik wich­ti­gen Materialien, blieb Sierra Leone eines der ärms­ten Länder der Welt. Zurückgeworfen durch Bürgerkriege und Epidemien (Cholera und Ebola) bewahr­ten die Einwohner ihre Lebensfreude und ihre Hoffnung auf eine bes­se­re Zukunft.

Unsere Geschichte mit Sierra Leone star­tet im Jahr 2003 — in einem Flüchtlingslager in Nigeria. Zusammen mit Patrick
Obumselu, heu­te der Leiter von His Presence Vineyard in Lagos, besucht eine Gruppe aus der Schweiz ein Camp, das
mehr als 5’000 Menschen umfasst. Patrick unter­stützt dort eine Kirche und so ler­nen die Schweizer vie­le Menschen ken­nen, die vom Brügerkrieg in Sierra Leone und Liberia geflo­hen sind. Eine jun­ge Frau fällt dabei beson­ders auf: Glorious. Sie wur­de wäh­rend des Einfalls der Rebellen in Freetown ver­schleppt und muss­te einem Lagerkommandanten während
vie­ler Monate die­nen. Bei einem Angriff der bri­ti­schen Armee auf das Lager konn­te sie flie­hen — mitt­ler­wei­le schwan­ger. Und genau in die­ser Zeit ent­schei­det sie sich, ihr Leben Jesus anzu­ver­trau­en, der ihr Leben in all die­ser Zeit bewahrt hat­te. Zusammen mit ihrem Kind Theresa hel­fen wir Glorious und ande­ren Flüchtlingen, nach dem Bürgerkrieg zurück nach Sierra Leone zu kom­men und ihr Leben neu auf­zu­bau­en. Glorious kann ihr Studium am Fourah Bay College abschlies­sen und lässt sich anschlies­send in Allen Town, einem Vorort von Freetown nieder.
Während ver­schie­de­ner Reisen nach Sierra Leone fällt dabei eine Not immer wie­der auf — nur weni­ge Menschen kön­nen lesen und schrei­ben. Während des Bürgerkrieges konn­ten nur weni­ge Kinder und Jugendliche in die Schule. Obwohl auch nach dem Krieg die Schule kos­ten­los ist, schi­cken vie­le Eltern die Kinder nicht hin. Die Kosten für die Uniform und Schulbücher ist ihnen zu teu­er und gleich­zei­tig sind sie auf das Einkommen der Kinder und ihre Mitarbeit angewiesen.
Zusammen mit Glorious star­ten wird daher in Allen Town das ers­te Literacy Center gestar­tet: ein Ort, wo Erwachsene Lesen und Schreiben ler­nen kön­nen. Später ent­ste­hen auch in Makeni und Grafton sol­che Schulen — wel­che spä­ter auch Kinder unter­rich­ten und wei­te­re Angebote in Skill-Trainings anbieten.
Sehr bald ent­wi­ckeln sich aus die­sen Angeboten auch Gruppen, die mit­ein­an­der die Bibel lesen und dar­aus dann eige­ne Kirchen: Vineyard Sierra Leone ist geboren!

 

Wo wir aktu­ell stehen

Die Vineyard Sierra Leone besteht im Moment aus 7 Kirchen, die in unter­schied­li­chen Distrikten ange­sie­delt sind:

  • Vineyard Grafton
  • Vineyard Lungi
  • Vineyard Makaimba
  • Vineyard Bonthe
  • Vineyard 3Miles, Makeni
  • Vineyard Makulamba
  • Vineyard Kono

Zusammenarbeit

Vineyard Community Development (VCD) ist ein eigen­stän­di­ger Arbeitszweig von Vineyard Sierra Leone. VCD rea­li­siert dabei in Zusammenarbeit mit Ora Kinderhilfe im Umfeld der ein­zel­nen Vineyards nach­hal­ti­ge Entwicklungsprojekte, die der gesam­ten Dorfgemeinschaft zu Gute kom­men. Ora Kinderhilfe finan­ziert die­se Projekte über die Patenschaft von Kindern und unter­stützt und beglei­tet VCD in der Planung und Durchführung der Projekte. Diese Patenschaften sind eine tol­le Art, die Projekte direkt zu unter­stüt­zen und als Kirche oder Einzelperson invol­viert zu sein.

Die Arbeit von Vineyard Sierra Leone wird durch eine Missionspartnerschaft getra­gen. Diese Missionspartnerschaft beglei­tet die Entwicklung der Vineyards. In monat­li­chen Webmeetings mit allen Partnern beten wir für­ein­an­der, hören gemein­sam auf Jesus und pla­nen die nächs­ten Schritte.

Die Missionspartnerschaft umfasst im Moment fol­gen­de Gemeinden:

  • Vineyard Olten – ver­tre­ten durch Matt und Deborah Stadler
  • Vineyard Ulm — ver­tre­ten durch Horst Schlittenhardt
  • Vineyard Aarau — ver­tre­ten durch Boris Eichenberger
  • Vineyard Sierra Leone — ver­tre­ten durch Glorious Salamatu Bah und Alimamy Kamara

Struktur

Die Struktur von Vineyard Sierra Leone passt sich immer wie­der neu dem Leben und der Entwicklung der ein­zel­nen Vineyards an. Für die ein­zel­nen Mitarbeiter ist es aber wich­tig zu wis­sen, wer ihre Ansprechpartner sind und wer für wel­che Entscheidungen zustän­dig ist.

Das Kernteam der Vineyard Sierra Leone besteht aus zwei Personen: Glorious Salamatu Bah, Alimamy Kamara. Diese zwei ver­tre­ten die Vineyard Sierra Leone in der Missionspartnerschaft. Glorious ist dabei die Leiterin, resp. Head of Mission, wäh­rend Alimamy Kamara sie assis­tiert. Die ein­zel­nen Vineyards sind dabei gemäss ihren Regionen zuge­ord­net. Die ein­zel­nen Vineyards wer­den von einer Person als Pastor gelei­tet, wäh­rend sie jeweils von einer wei­te­ren Person unter­stützt werden:

  • Alimamy Kamara und James Yoki in Grafton
  • Samson und Joseph Williams in Makaimba
  • Denis Sesay und Glorious Salamatu Bah Turay in 3 Miles
  • Simon Bangura and Mr Turay in Makulamba
  •  Victor Assiagbo in Kono
  •  Edward Kai in Lungi
  •  Sameul and Henry Tucker in Bonthe

Aktuelle Projekte

Unsere Arbeit in Sierra Leone ist viel­fäl­tig. Neben den nach­hal­ti­gen Entwicklungsprojekten von VCD/ORA Kinderhilfe, ermög­licht Vineyard Sierra Leone Projekte wie:

  • Leitertraining ein­mal pro Jahr
  • Kauf von 20 Hektaren Farmland für Reis Anbau
  • Business Proposal: Finanzierung für ein Lebensmittel Geschäft
  • Frischwasser Brunnen
  • Vineyard Football Club Grafton
  • Finanzen für den Kauf von Land und dem Bau eines Gebäudes
  • Unterstützung für die Gemeinden
  • Unterstützung für die Leiter
  • Kauf von Bibeln für die ein­zel­nen Kirchen in ihrer Sprache
  • Tonaufnahmen von Bibelabschnitten über das Leben und die Botschaft von Jesus in drei Sprachen (Kreol, Loko, Timne) und Untermalung mit ein­hei­mi­scher Musik
  • Verteilung der Aufnahmen mit­tels CDs, USB-Sticks und MiniSD-Karten

Finanzierung

Unser Traum ist eine ein­hei­mi­sche Kirche. So lan­ge die Gemeinden und Leiter von exter­ner Finanzierung abhän­gig sind, wer­den wir die­ses Ziel jedoch nicht ver­wirk­licht haben. Die Finanzierung der Gemeindegründungen und ‑ent­wick­lun­gen muss daher so gestal­tet sein, dass sie frei­setzt und nicht Abhängigkeiten schafft.

Die Finanzierung und Zuteilung der Ressourcen geschieht im Miteinander der Missionspartnerschaft. Die Partner bespre­chen dabei gemein­sam die Bedürfnisse und Möglichkeiten. Dabei wer­den Finanzen in drei Fonds gesammelt: 

Baufonds

In Sierra Leone ist das Gebäude ein wich­ti­ger Bezugspunkt für die Gläubigen. Es gibt ihnen einen Ort von Gemeinschaft und Identität. Weiter bestä­tigt es unse­re Absicht, lang­fris­tig für die Community ein Segen zu sein. Das Gebäude dient wei­ter als Plattform für vie­le Entwicklungsprojekte wie Literacy Classes, Skill Trainings, Community Versammlungen. Der Baufonds unter­stützt eine Kirche, die sich bereits wäh­rend einer Zeit bewährt hat, im Kauf von Land und im Errichten eines ein­fa­chen Gebäudes. Land und Gebäude blei­ben dabei im Besitz von Vineyard Sierra Leone.

Erweiterungsfonds

Bei der Gründung von neu­en Kirchen oder in der Entwicklung von bestehen­den Kirchen sind die ein­zel­nen Gemeinschaften auf unse­re Unterstützung ange­wie­sen. Aus die­sem Fonds wur­de erst kürz­lich ein Motorbike für einen Gemeindegründer gekauft. Ein gros­ser Wunsch der ein­zel­nen Gemeinden ist die Anschaffung von Instrumenten, mit denen sie ihre Liebe zu Jesus und ihre Freude am Leben aus­drü­cken kön­nen. Weiter wer­den hier­mit Bibeln in loka­len Sprachen und wei­te­re Materialien gekauft.

Unterstützungsfonds

Der Unterstützungs-Fonds sichert eine regel­mäs­si­ge Unterstützung für das Kern-Team von Vineyard Sierra Leone und die ein­zel­nen Leiter. Wir bezah­len dabei bewusst kei­ne Löhne für Pastoren, unter­stütz­ten die ein­zel­nen Gemeinden aber mit einem Beitrag an ihre Reise- und Kommunikationskosten:

  • 30 $ pro Monat für Distrikt-Kirchen
  • 20$ pro Monat für Lokal-Kirchen

Weiter legen wir 50$ pro Monat für Schulgeld auf die Seite. Einige der Pastoren kön­nen wegen Geldmangel ihre Kinder nicht in die Schule schi­cken. Wir unter­stüt­zen sie, Schulgeld zu zah­len oder die obli­ga­to­ri­schen Schuluniformen zu kau­fen. Die Auslangen des Kernteams der Vineyard Sierra Leone wird pau­schal mit 100$ pro Monat pro Person ver­gü­tet. Dieser Betrag ist ein Beitrag an ihre Reise- und Kommunikationskosten.

 

Unterstützung für Pastoren

Die Bezahlung von Löhnen an Pastoren wür­de der Entwicklung von Vineyard Sierra Leone lang­fris­tig scha­den und fal­sche Abhängigkeiten schaf­fen. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass kaum je ein Pastor von den Spenden der Gemeinde wird leben kön­nen. Unser Ziel ist, dass in jenen Gebieten Kirchen ent­ste­hen, wo die Armut am gröss­ten ist. Ein Pastor wird also immer auch einer ande­ren Arbeit nach­ge­hen müs­sen, um sich und sei­ne Familie ernäh­ren zu kön­nen. Wir wer­den daher die Pastoren im Aufbau einer Selbstständigkeit unter­stüt­zen oder Aus- und Weiterbildungen finan­zie­ren. Die meis­ten unse­rer Pastoren sind bereits jetzt berufs­tä­tig, aber es fehlt ihnen am nöti­gen Betriebskapital, um aus ihrer Arbeit ihren Lebensunterhalt zu bestrei­ten. Glorious und Kamara wer­den daher mit ihnen ein­zeln Business-Pläne erar­bei­ten und Betriebskapital-Kosten berech­nen. Diese Vorschläge wer­den dann von Boris und Matt geprüft und even­tu­ell wei­ter ver­bes­sert. Auf Grundlage die­ser Business-Pläne wer­den dann Sponsoren gesucht, die das Betriebskapital schen­ken, um die Pastoren im Aufbau ihrer Selbstständigkeit zu unter­stüt­zen. Dabei soll das Kapital bewusst nicht zurück­ge­zahlt wer­den müs­sen, damit der Empfänger mög­lichst rasch von einem Profit sei­ne Familie tra­gen kann und nicht mehr auf exter­ne Unterstützung ange­wie­sen ist. Jede Unterstützung wird in einem Vertrag fest­ge­schrie­ben und an eine Laufzeit gebun­den. Falls ein Empfänger vor die­ser Laufzeit aus sei­ner Funktion als Pastor aus­stei­gen wür­de, soll das Kapital einem ande­ren Pastor zur Verfügung stehen.

 

Einsätze

Einsätze und Reisen fin­den im Moment im Rahmen der Leitertrainings statt. Das Leitertraining wird durch Boris Eichenberger und Matt Stadler gelei­tet. Weitere Mitarbeiter und Mitreisende sind herz­lich willkommen.